Am 28. September 2026 war der große Tag zum Aufstellen der Palisade gekommen! Bis dahin waren zahlreiche Vorarbeiten notwendig, die dank der Unterstützung vieler Helfer in den Wochen zuvor erledigt werden konnten. So musste ein Palisadengraben ausgehoben werden, die Stämme, die aus dem Idsteiner Wald angeliefert wurden, wurden bearbeitet und zu etwa 2 Meter langen Elementen verschraubt. Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle Stämme angekohlt, wobei die Freiwillige Feuerwehr Dasbach war eine sehr große Hilfe war.
Am 28. September ging es dann in aller Frühe los. Unter den Augen des hessischen Fernsehens und Vertretern der örtlichen Presse wurden noch die Riegel angekohlt, die mit eingegraben werden sollten. Dann waren die vier Elemente fertig zum Aufstellen.
Allerdings versperrten die Lagerhölzer dem als neuzeitliches Hilfsmittel eingeplanten Trecker den Weg zu den Elementen.
Nach kurzem Überlegen ließen wir uns auf das Abenteuer ein, nach antikem Vorbild den Versuch zu wagen, die Elemente – jedes immerhin ca. 1,5 Tonnen schwer – mit Manneskraft in die Senkrechte zu bringen. Und der Versuch glückte viermal! Eine Beobachterin stellte dabei fest, dass wir von Element zu Element schneller wurden und das vierte in 90 Sekunden stand.
Am späten Nachmittag standen alle vier Elemente und der Graben war wieder verfüllt.
Dieses Projekt macht das größtenteils unsichtbare Welterbe wieder etwas erlebbarer und kann ein Beitrag zur experimentellen Archäologie sein.